Der letzte Genderman

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Peter Rutkowski ist ein alter weißer Mann. Er ist vergiftet durch die niederen Versprechungen des Patriarchats und wird entsprechend in der Pflegestufe vier für toxische Männlichkeit behandelt. Seine weiblich gelesene Partner…in Maria und deren Freund…in Ingo, die lieber Penelope gerufen werden will, kümmern sich aufopferungsvoll um den Pflegefall Peter. Doch der stürzt von einer gesellschaftlich längst geächteten Mikroaggression in die nächste.

TRIGGERWARNUNG!

Dieses Buch könnte Ihre Gefühle verletzen. Es setzt sich auf satirische Art und Weise mit relevanten gesellschaftlichen Themen auseinander. Dabei geht es um sprachlichen Wahnsinn, alternativlose Deutungshoheit, männliches Dominanzverhalten, alte Rollenmuster, den Glauben an das geschlechtlich Binäre und die Hoffnung, dass am Ende doch noch Vernunft und Liebe siegen werden.

 

 

»Das klingt auf jeden Fall nicht wie ein mysterischer Mann. Kommen wir aber mal zu anderen Punkten. Sprachgebrauch, Rollenverhalten, Geschlechterkampf und ganz viel Regenbogen ... Wie finden Sie meine Sprechstundenhilfe?«

»Ens?«, frage ich.

Sie lächelt und legt den Kopf schief. »Das ist nicht Ens. Das ist Pedro-Samira, eine nicht-binäre, transfeminine Lesbe im Körper eines Mannes.«

»Verstehe«, sage ich und umfasse die Lehnen des Sessels fester.

»Sehe ich da ein Zucken Ihrer Mundwinkel?«

»Keineswegs. Ich kann andere Lebensentwürfe anerkennen, tolerieren und wertschätzen. Pedro-Samira könnte auch ein Fuchs oder eine Füchsin sein, oder ein Kaffeevollautomat in einem verlassenen Café in Tasmanien, dem schon lange keiner mehr Bohnen in den verdreckten Behälter geschüttet hat und dessen Düse verstopft ist.«

Frau Dr. Müller schreibt und lächelt.

»Das war durchaus ... plastisch …«

Mark Jischinski, Der letzte Genderman, Roman, Klappenbroschur, 143 SEITEN, ISBN 978-3-941935-99-0

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